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THEMA: Was ist das für ein Hebel

Was ist das für ein Hebel 2 Jahre 11 Monate her #120127

  • Hörmi
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Hallo zusammen,
kann mir jemand sagen, was das für ein Hebel ist? Es handelt sich um eine Heckflosse 200 D, Bj. 1967

vielen Dank euch allen

Hermann
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Was ist das für ein Hebel 2 Jahre 11 Monate her #120129

  • schreyhalz
  • schreyhalzs Avatar
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Moin Moin !
Wenn du den Hebel meinst , der dort am Venturigehäuse rumschlabbert:
Das ist der Anschlag für die Rückschlagklappe im Venturigehäuse.
Diese Klappe verhindert , dass ein Diesel verkehrt herum anspringt und dann weiterläuft , z.B. durch anziehen im Rückwärtsgang. dann würde er durch den Auspuff ansaugen und durch den Luftfilter "auspuffen". Natürlich würde die Ölpumpe auch verkehrt herum laufen und dadurch kein Öl gefördert werden. Hat vor knapp 50 Jahren ein Bekannter von mir mal mit seinem Hanomag Trekker geschafft. Innerhalb weniger Minuten stand die gesamte Nachbarschaft auf der Strasse und alle wunderten sich , warum das Teil so aus dem Luftfilter qualmte, aber keiner hatte eine schlüssige Antwort. Mein Bekannter hatte erst kürlich davor seine Pferde abgeschafft (d.h. , die waren an Altersschwäche gestorben) und den schon damals sehr alten R28 gekauft. Nach kurzer Zeit entschloss er sich dann , zur nur wenige hundert m entfernten Hanomag-Vertragswerkstatt zu fahren. Na , das war eine Gaudi , als er plötzlich rückwärts losfuhr! Dann dämmerte es wohl auch ihm oder Umstehenden! Lustigerweise hat der Trekker sowohl diese als auch alle anderen Misshandlungen von ihm überlebt , ich prophezeite zwar jahrelang einen baldigen Lagerschaden, denn der Öldruck sprang bei kalter Maschine auf 1-2 bei höherer Drehzahl , um dann nach wenigen Minuten unabhängig von der Drehzahl bei 0 zu bleiben. Mein Bekannter schob das auf ein defektes Instrument, da ja kalt immer etwas angezeigt werden würde. Das das Instrument rein mechanisch arbeitete , verstand er nicht. naja, Gymnasium in Polen , dann Notabitur in Berlin während des Krieges. Aber unschlagbar in Geschichte und Erdkunde! Letzteres hat ihm dann auch das Leben gerettet , er konnte nach Gefangennahme in Russland fliehen , sagte sich dann " Fliehende wollen nach Westen , also wird da gesucht, kein Mensch vermutet, dass jemand nach Osten flieht!" So floh er dann tatsächlich in heftigen nächtlichen Fussmärschen erst nach Osten , um dann einen weiten Bogen nach Süden zu machen und letztlich über Österreich nach Hamburg zu gelangen, wo er Verwandte hatte. Dank seiner exzellenten Geographiekenntnisse konnte er sich immer auf entlegenen , wenig bewohnten Gebieten fortbewegen , wo man bestenfalls nur mal auf einige alte Einheimische traf. Als Polendeutscher konnte er dann immer als Pole durchgehen.

Ach so , der R28 wie auch die meisten Nachfolger von diesem starb einfach , weil der Anlasserzahnkranz auf dem Schwungrad irgendwann völlig weggenudelt war. Zu der Zeit kostete ein alter, aber fahrbereiter Hanomag R27 oder R327 ca. 500 DM , was grössere Reparaturen nicht lohnenswert machte. Seine Trekker mussten nur laufen , zugelassen waren sie nicht , er hatte auch gar keinen Führerschein, mit den Trekkern wurde nur im Wald Holz gerückt, grössere Umsetzungen erfolgten auf einem Abschleppwagen eines nachbarlichen Autoverwerters oder dem Holztransporter des Holzhändlers.

MfG Volker
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