Moin Moin !
Ein Endanschlag kann es nicht sein, sonst könnte die Achse nicht genügend ausfedern
Richtig
Irgend ein max. Druck kann es auch nicht sein.
Richtig
Meines Erachtens müsste ab einer gewissen aufgepumpten Länge ein Ventil aktiv werden.
ganz genau das denke ich auch ! Ich weiss es aber nicht, das ist eine reine Gedankenüberlegung
Und dieses müsste auf das Fahrzeug abgestimmt sein
Keineswegs ! Wie kommst du darauf? Stell dir einfach einen ganz einfachen Hydraulikzylinder vor. In diesen wird Öl gepumpt , wenn der Kolben eine gewisse Strecke ausgefahren ist, öffnet er eine Überströmbohrung (das kann ein Schlitz in der Zylinderlaufbahn sein) , durch die das Öl wieder in den Vorratsraum fliesst. Ein Rückschlagventil in dieser Rücklaufleitung sorgt dafür , dass die Fliessrichtung nur in dieser Richtung ist. Den Kolben denke ich mir gestuft , am unteren Ende sitzt ein wesentlich dünnerer Fortsatz , der durch eine abgedichtete Führung in weitere Kammer führt. Die abgedichtete Führung muss dabei sowohl zum Kolben als auch zum Zylinder abdichten!
Diese weitere Kammer müsste mit einer Art Federkugel verbunden sein , also einem Raum , der gegen das Öl mit einer Membrane abgedichtet ist und auf der anderen Seite der Membran ein Stickstoffpolster hat , was das Einfedern ermöglicht.(Zusätzlich könnte diese Federkugel durch eine Feder unterstützt werden , die in dieser Kammer gegen die Führung drückt.) Der gestufte Kolben geht durch diese Kammer hindurch und ist in einer weiteren Führung (diese kann Teil des Gehäusses sein ) abgedichtet und mündet in den Vorratsraum. Auch der Vorratsraum müsste an eine Federkugel angeschlossen sein.
So könnte das funktionieren: beim Einfedern wird der Kolben in den Zylinder gedrückt. Dabei wird das Ölvolumen zwischen Kolben und der Führung zwar unter Druck gesetzt , aber da das Öl nicht komprimierbar ist, verschiebt sich die Führung mitsamt dem Kolben. Dadurch wird die dahinter liegende Kammer , in der sich der nun deutlich dünnere Kolben befindet. unter den gleichen Druck gesetzt. Das darin befindliche Öl wird in die Federkugel gedrückt, das Stickstoffvolumen verringert sich, wodurch der Druck darin und auf das Öl steigert. Gleichzeitig aber stösst der dünne Kolbenfortsatz in den Vorratsraum , er übt dabei die gleiche Kraft aus wie der Kolben davor , aber aufgrund des kleineren Durchmessers fällt die Druckerhöhung im Vorratsraum höher aus als in den Räumen zuvor , und es kann eine kleine Menge öl aus diesem Raum durch eine weitere Leitung mit Rückschlagventil in den ersten .Raum fliessen . Hier nimmt also das Volumen zu , entsprechend wird der Kolben weiter rausgeschoben , bzw. der Druck auf die Federkugel erhöht sich.
Wenn der Kolben über das definierte Mass ausfährt, gibt er wieder die Ablaufbohrung frei und das Öl kann zurück in den Vorratsraum. Die Leitung müsste sehr klein sein , ebenso der Durchmesser des Pumpkolbens , so dass das System einigermassen träge regelt.
So hat man praktisch einen Hydraulikzylinder, der in einem grossen Bereich in der Länge variabel ist , aber sich folgendermassen verhält: Wenn er ständig von Anschlag zu Anschlag bewegt wird, wird diese Bewegung nach einem bestimmten Weg immer schwergängiger , d.h. der Kolben setzt dem Eindrücken einen immer grösseren Widerstand entgegen. Lässt man ihn dagegen ganz ausfahren und lässt ihn eine Zeitlang in dieser Stellung, baut sich der Druck wieder ab und bei einer Wiederholung des Pumpens geht das wieder mit erst geringerem , dann sich steigernden Gegendruck los.
So könnte es funktionieren! Ist aber wie gesagt, eine reine Gedankenkonstruktion.
Dabei wird die Normalstellung nur durch die Anbringung des Rücklaufschlitzes beeinflusst.
genauso ist es mit der Einfederung : das Mass der Einfederung (wir gehen mal von beidseitig gleicher Einfederung aus) ist immer synchron mit der Länge des Ausgleichzylinders!
Das liegt an der Konstruktion der Achse! Man könnte rein theoretisch bei der Achse die beiden Federn weglassen ! Würde man dann noch einen Stabilisator einbauen, dann wäre das sogar genauso fahrbar!
Das Niveau ist nur vom Ausgleich abhängig! Die Federn übernehmen nur einen Teil der Last. Dieser Anteil bleibt konstant, der Anteil des Ausgleiches dagegen steigt mit der Last.
Das merkt man auch beim Fahren , ohne Niveauausgleich wird das Fahrverhalten bei Beladung besser (erfahrene Piloten achten darauf , links stärker zu beladen ! ) , weil das Heck einsinkt und der Sturz negativ wird.
Mit Niveauausgleich dagegen neigt das Fzg zum Rollen ,d.h. es schwankt um die Längsachse , weil die Achse als solche hart ist , aber die einseitige Einfederung weich , weil ja die Federn weich sind und nicht härter werden. Das Fzg kippt sozusagen auf der Achse hin und her, es müsste dringend ein Stabilisator eingebaut werden. Meines Wissens war der aber nur im 300er Serie.
Mfg Volker