Geschrieben von Amin Gammal am 01. März 2007 16:19:40:
Als Antwort auf: Jetzt geht’s uns an den Kragen geschrieben von Maxe am 28. Februar 2007 21:15:21:
So oft lese ich von "unfähigen Politikern", die alles durcheinanderwerfen, weil sie Benziner nicht von Dieseln unterschieden können und so weiter.
Versteht das denn echt niemand?? Die sind nicht dumm!! Die sind nur korrupt. Gekauft sind sie von einer übermächtigen Autolobby, die eine Flut von 10-20 Jahre alten Autos auf sich zu kommen sieht, und um ihre Verkäufe fürchtet. Also muss der Bürger zum Konsum "bewegt" werden. Und wenns mit sanfter Gewalt nicht geht ( Steuererhöhungen in Abh. des Fahrzeugalters; Aufhänger: frei wählbare Grenzwerte je nach PKW Aufkommen) dann eben mit Gewalt: es wird das Fahren mit ebenso frei wählbaren "Grenzwerten" schlciht verboten. Und ist die Tür einmal geöffnet, kann man sie beliebig weit aufstossen. Heute liegt die Grenze bei XXg CO2/100km, morgen ( wenn zu viele Autos diesen Grenzwert erfüllen ) wird er halbiert, dann vielleicht mal ein anderer Grenzwert heranzgezogen. Bald gibt es die ersten Hybridautos und PENG werden für alle nicht Hybride die Steuern erhöht. Wetten, dass es so laufen wird???
Spricht irgendwer von der Umwelt/Feinstaub/CO2 Bilanz bei der Produktion der ach so ökologischen Neuwagen?? Nööö!!
Spricht irgendwer davon, dass die katalogwirksamen Soundsoviel g CO2/100km in Messzyklen auf Fahrsimluatoren ermittelt werden, wenn die Motronik merkt, dass sie gerade gemessen wird?? auch nicht!!
Und dass diese tollen Werte alle Makulatur sind, wenn die Messelektronik abgeklemmt und derselbe Motor mit 200km/h über die Bahn gejagt wird?? Wieder fehlanzeige.
Es geht sowohl bei der CO2 Steuer als auch bei der Feinstaubdiskussion nur und ausschliesslich und einzig um den Absatz von Neuwagen. Denn das Schema "wir begünstigen Neuwagen und bestrafen alte "Stinker" ) ist immer und immer das selbe. Und Studien von DC, die anstelle der Nachrüstung und des Erhalts von PKW eine Erneuerung des Fahrzeugbestands empfiehlt, untermauern diesen Verdacht.
UNd - so fragt man sich - wer profitiert davon?? Die Autommobilindustrie ( allen voran Daimler Chrysler,BMW,AUDi,VW ) und natürlich unsere Freunde von den Banken ( denn wer bezahlt sein Auto schon cash)!
Die wollen, dass Du 5 Jahre lang ein Auto abstotterst dass dir nicht gehört, um dann für die nächsten 5 JAhre wieder ein Auto abzustottern, was dir wieder nicht gehört. Mit Zins und Zins und Zinseszins verdienen die sich dumm und dämlich, und setzen Dir autos vor, für die Du bei nem Glühbirnenwechsel 150€ latzen musst, weil ja alles so toll elektronisch eingebunden ist.
Ich für meinen Teil werde mit jedenfalls weder Plaketten kaufen, noch mich an diese Fahrverbote halten. Und einen Neuwagen - vor allem von Mercedes- werde ich im Leben nicht kaufen. Ich fürchte nur, ich stehe allein da. Schade, unsere Freunde im Osten haben einmal einen ganzen Staat aus den Angeln gehoben, und wir heute kriegen noch nicht einmal mehr hin, uns gegen Plakettenwillkür im Namen des Autokonsums zu wehren.
Und mal abgesehen von allem: wir hier sind ja unter uns oldtimerfreunden, ich selber fahre einen 220Sb. Aber selbst wenn wir Ausnahmeregelungen für Oldtimer erreichen: der eigentliche Verlierer ist doch der einfache Kerl von nebenan, der mit seinem schmalen Lohn genau den alten Golf II am laufen halten MUSS, um die von ihm eingeforderte "Flexibilität am arbeitsmarkt" zu erreichen. Ihm wird das Auto ja quasi zwangsenteignet, wenn er in der City wohnt.