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die erste Flossenliebe 8 Jahre 3 Monate her #119025

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Ich bin mit Heckflossen aufgewachsen. Ein gelber 190 Dc mit AHK (Blinkerkontrolllampe für den Anhänger war gleichzeitig das Handbremskontrollichtlicht). Jahrgang 1963, gekauft 1964 als Jahreswagen von einem Werksangehörigen.

Er ist schneller gerostet als mein Vater spachteln und streichen konnte. Anfang der 70er, glaube es war 1972 verkaufte er das Auto. Irgend wann kam der Käufer zu Besucht und aus dem gelben Auto war ein grössten teils braunes Auto (Rost) geworden geworden .... Danach sah ich das Auto nie wieder wobei ich den Namen des Käufers heute noch im Kopf habe .... "Piske" war sein Name :woohoo:

Den gelben hat er nicht wegen dem Rost abgegeben, sondern mein Onkel verstarb und meine Tante hatte keinen Führerschein. Sie verkaufte das Auto meinem Vater. Es war ein 190 Dc, dieses mal ein Jahr jünger. Also Jahrgang 1964, hatte eine AHK-. Blinkerkontrolllampe für den Anhänger war gleichzeitig das Handbremskontrollichtlicht, in Araber-Grau.

Irgend wann kam er zu mir. Er hatte ein Elektro-Schweissgerät gekauft. Er lernte mit wie man das macht, dann sollte ich den Schweller an der grauen Flosse flicken den den TÜV stand an. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern denn sobald ich mit dem Schweissdraht nur in die Nähe des Schweller kam, hatte ich ein noch grösseres Loch ... Nach einigen Stunden hatte ich es dann geschafft. Sogar der TÜV war zufrieden (Papa hatte dick U-Bodenschutz verteilt).
Dann verstarb mein Vater verstarb Ende der 70er und meine Mutter fuhr die Flosse weiter bis der TÜV nicht mehr mit machte. Dann stand er 3-5 Jahre in der Garage. Einfach nur abgestellt und fast vergessen. Mein erstes Auto war ein VW-Bus, danach ein Scirocco, dann eine Ente ... Der Bus verlor literweise Öl an der Schwungscheibe, der Scirocco Jahrgang 1974. Der TÜV diagnostizierte "Hinterachshalter weggerostet". Die Ente brach, da ich ein Haus gekauft hatte und am Umbauen war, in der Mitte durch ... Naja, ich hatte wohl zuviele Steine eingeladen und ich war Flott unterwegs ...eine Bodenwelle machte ihr den Gar aus. Ich erinnerte mich an Papa´s Auto in der Garage. Sah noch gut aus, ich wollte ihn starten (mit fast 0 Anhnung vom schrauben). Ging nicht, Batterie war leer und geplatzt. Ich holte eine neue und schloss sie an, glühte vor und KlackKlackKlack

die erste Flossenliebe 8 Jahre 3 Monate her #119026

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... er klackerte munter vor sich hin als ob man ihn gestern erst gefahren wäre. Ich wollte ihn raus fahren ... aber der Rückwärtsgang ging nicht rein. Die Kupplung hatte zwar Druck, aber trennte nicht. Mir sagte einer "mach den 4. Gang rein, zihe Handbremse an, trete auf die Bremse und starte ihn. Das machte ich und mit einem "Rums" trennte die Kupplung. Ich lies die beiden Schweller flicken (Rep-Blech darüber pappen) und fuhr das Auto voller Freude. Mit der Kupplung hatte ich trotz der Aktion nie Probleme! Ich fuhr sie 2 Jahre oder so voller Stolz, kam zum Heckflossenstammtisch Darmstadt (die ersten Male noch am Böllenfalltor). Fuhr mit einem geliehenen Wohnwagen nach Italien (Brenner hoch überholten mich die schwer beladenen LKW .... Ich kam zu dem Schluss "was kräftigeres musste bei. Einem Stammtischkollegen kaufte ich ein 61er 220Sb ab. Meine damalige Frau meinte, einer der beiden muss weg. Ich verkaufe das Auto an einen Stammtischkollegen den dann aber nach Nordhorn zog. Im Kaufvertrag lies ich mir das Vorkaufsrecht sichern, naja, wenn man ihn nicht mehr sieht .... Ich sah das Auto noch zwei mal. Der Käufer investierte einiges ... wir redeten und er meinte damals, ich müsste über 10.000 DM zahlen wenn ich ihn zurück haben wollte ...

Das Auto sollte eigentlich noch leben, es hatte auch eine H-Nummer ... und ja, heute würde ich ihn ohne zu zögern zurückkaufen. Mit ihm sind Erinnerungen verbunden ... Fahrten nach Italien mit Wohnwagen. Ich schlief während der Fahrt auf der Hutablage, ich setzte mich nur ins Auto und mir wurde schlecht, musste bei Fahrten die länger als 20km waren aus dem Fenster kübeln, ....





Die aufgeklebte Heckscheibenheizung hatte mein Onkel montiert ... sie hielt Jahrzehnte
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die erste Flossenliebe 8 Jahre 3 Monate her #119027

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wenn man das so ließt - als wäre ich selbst dabei gewesen ...
das Bild von dem 190er erinnert mich an die zweite Flosse meines Vaters. Der war hellblau und war "erheblich" besser als der Vorgänger: ein 200 D mit Servolenkung, AHK, Stahlschiebedach und heizbarer Heckscheibe - und schon wieder vorne rechts zerdrückt. Er stand beim Ford-Händler in OHZ hinter der Halle und als Vater in den Motorraum schauen wollte, haute er sich erstmal die Stirn am scharfkantig verbogenen Kühlergrill auf . Als wir beide später unseren ersten /8er nach Unfall-Instandsetzung (natürlich schon wieder vorn rechts eingedrückt) zum Lackierer bringen wollten, habe ich den Alten zum ersten mal kreideweiß mit Schweißperlen auf der Stirn gesehen (da war ich etwa 13) - das Gespann fing bei ca 80 km/h fürchterlich an zu schlingern und er hatte echt Mühe, das wieder in den Griff zu kriegen. mit 60 ging es weiter, der /8er hatte keinen Motor drin, wodurch das Gewicht sehr ungünstig verteilt war - er hätte besser rückwärts aufgeladen werden müssen , aber da hat Vater nicht dran gedacht - der Hecküberstand ist für sowas einfach zu groß. Hab keine Erinnerung, was aus dem geworden ist

die erste Flossenliebe 8 Jahre 3 Monate her #119028

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Hallo
Auch ich habe ein Kindheitserlebnis oder Trauma wie man es sieht?.
Habe zum 3ten Geburtstag ein Matschbox Auto W112 300SE Coupe in goldmetallic bekommen mit dem ich jahrlang spielte und noch immer habe.
Inzwischen habe ich diese Auto vollrestauriert natürlich in der seben Farbe in der Garage stehen.
Auch hatte und habe ich noch einen ferngesteuerten W108 im Maßstab 1:18, das Kabel ging vom Auto zur Steuerung die man in der Hand hatte.
Auch der steht jetzt als restauriertes 1:1 Modell inzwischen neben dem W112.
Was einem die Kindheit in späteren Jahren so antun kann ist sagenhaft.
Lg. Gerhard
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die erste Flossenliebe 8 Jahre 3 Monate her #119031

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Meiner Frau fällt zu unserem neuen "Mitbewohner" gleich wieder was ein. Ihre erste Frage war : "wie soll der denn heißen?" Nun habe ich noch nie meinen Autos Namen gegeben - einzige Ausnahme ist mein Indian-Eigenbau, der heißt Crazy Horse - aber zur Flosse sagte ich diesmal spontan "der heißt Lemmy , und als Kennzeichen kriegt der LK " ist wohl nicht schwer, zu erraten, was das soll, oder ?
Die zweite Idee meiner Frau zur Heckflosse kann auch nur einer geschäftstüchtigen Floristin einfallen, nämlich den zu vermieten . Und wofür ? siehe Bild :

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